Die Bedeutung des Waldes

Wald hatte für die Menschen schon immer eine große Bedeutung. Früher vor allem als biologische Ressource und als Wirtschaftsfaktor, heute immer mehr als Erholungs- und Erlebnisraum aber auch als Symbol des Lebens und Quelle unseres Wohlbefindens. Auch im Kulturgut unseres Landes hat der Wald einen wichtigen Platz.
Die Begriffe Baum und Wald sind in vielen Redensarten und Sprichwörtern enthalten. Auch aus den Märchen und Sagen, der Literatur und Malerei sind Bäume und Wälder nicht wegzudenken.

Wald als Wirtschaftsfaktor

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der umweltfreundlich erzeugt und verarbeitet wird und sehr vielseitig ist, da er zum Bau von Häusern und Möbeln eingesetzt werden kann. Dabei können sämtliche Produkte des Baumes verwendet werden, d.h. es entstehen keine Abfälle. In früheren Zeiten war der Wald auch eine wichtige Nahrungsquelle der Menschen (Beeren, Pilze, Wild..).

Wald als Erholungswert

Wald gestaltet das Landschafsbild und ist ein prägendes Element in den Naturparken.
Untersuchungen haben ergeben, dass Wald von Erholungssuchenden am stärksten als ursprüngliche Natur empfunden wird. Durch seine vielfältigen Sinneseindrücke an Naturgeräuschen, -gerüchen und dem Erscheinungsbild vermittelt er ein Gegengewicht zum hektischen Alltag und bietet Ruhe und Entspannung.

Wald als grüne Lunge

Wald ist unser wichtigster Sauerstofflieferant: 1 ha Wald liefert im Durchschnitt 30t Sauerstoff (O2). Auch filtert er Staub, Gas und radioaktive Stoffe aus der Luft. Ein ha Fichtenwald kann im Jahr ca 420 kg Schmutzpartikel ausfiltern. Laubbäume können mehr Immisionen aufnehmen wie Nadelbäume, doch nur in der Zeit, in der sie auch belaubt sind.

Wald als Wettermacher

Bäume können  hunderte von Litern Wasser am Tag aufnehmen und auch über die Blätter verdunsten. Dadurch beeinflussen sie das Klima. An heißen Tagen wird die Umgebungstemperatur durch Verdunstung herabgessetzt. Der Wald gleicht Temperaturschwankungen  aus. Es können Unterschiede bis zu 8 Grad gegenüber von besiedelten Gebieten entstehen.

Wald als Wasserspeicher

Der Waldboden speichert große Wassermengen und verhindert so den Abfluss des Wassers. Bis zu 200 Liter kann ein qm Boden speichern. So versickert das Regenwasser langsam und wird durch die gute Filterleistung des Bodens zu hochwertigem, sauberen Grundwasser aufbereitet. Außerdem werden dadurch Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen oder der Schneeschmelze abgepuffert.

Wald als Bodenschutz

Die starke Durchwurzelung der Waldböden verhindert den Bodenabtrag durch Regen oder Wind. Vor allem an Hanglagen schützt der Wald vor Erdrutschen oder sogar Steinschlag. Im Gebirge hat der Wald daher auch eine Lawinenschutzfunktion.

Wald als Lebensraum

Der Wald bietet zahlreichen Pflanzen und Tieren Lebensraum. In seiner Gesamtheit bildet er ein Ökosystem, das sich durch eine große Vielfalt an Lebewesen auszeichnet.
Er ist ein lebendiges System und jedes Teil darin hat seine besondere Funktion.