(Bunt)Sandstein - vom Keltenfürst und der Vogelsberger Sahara

Der Stein aus dem auch Fürsten sind..

Buntsandstein wird in vielen Regionen Deutschlands verarbeitet. Zu den bekanntesten Bauwerken in Deutschland gehören das Heidelberger Schloss und der Kaiserdom von Speyer. Und seit einigen Jahren sogar eine Weltberühmtheit in unserer Region: Die 2500 Jahre alte Sandsteinskulptur des Keltenfürsten vom Glauberg. Damals bildete der Glauberg das Zentrum Keltischer Besiedelung in Hessen. Bei Ausgrabungen fanden sich ein Fürstengrabhügel mit dem vollständig erhaltenen steinernen Keltenfürsten und wertvollen Grabbeigaben. Der rote Sandstein hier am Geopfad und der Keltenfürst stammen aus dem gleichen Steinbruch bei Büdingen, das haben geochemische Untersuchungen ergeben. (Fotos rechts zeigen den Keltenfürst und den Steinbruch bei Büdingen)

 

Unter dem Pflaster liegt bei uns der S(tr)and

Rund ein Drittel von Hessen ist mit Sandstein bedeckt, den wir aber meist nicht sehen, weil die Oberfläche bewachsen ist. Auch unter den hunderten Meter dicken Basaltschichten des Vulkans befindet sich der Sandstein. Das wissen wir, weil es mitten in den Basaltströmen Sandsteinbrocken gibt, die bei den Ausbrüchen mitgerissen und von der Wucht des Magma aus dem Krater geschleudert wurden. 
Woher kommen diese Sandmengen, war denn ganz Hessen ein Meeresstrand? – Ganz im Gegenteil: Sie stammen aus einer riesigen Wüste und haben eine lange Reise hinter sich...

Wenn du mehr über diese Reise und die Entstehung von Sandstein erfahren willst, dann besuche den Geopfad im Vogelsberg.